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Wenn die anderen plötzlich anders werden

Was Perspektivwechsel im sozialen Kontext wirklich verändert


Warum Beziehungen oft schwerer wirken, als sie sind


Viele neurodivergente Mütter, Künstlerinnen und Selbstständige kommen ins Coaching mit dem Gefühl,

von anderen „unter Druck gesetzt“ oder „nicht gesehen“ zu werden.


Häufige Sätze sind:


  • „Mein Umfeld zieht nicht mit.“

  • „Ich werde ständig getrieben.“

  • „Ich weiß nie, was die anderen wirklich von mir wollen.“


Dabei geht es selten um böse Absichten.

Und noch seltener um Unfähigkeit.


Was hier wirkt, ist etwas anderes:

verhärtete Perspektiven, ungeklärte Projektionen und unausgesprochene Erwartungen.


In der fünften Session von Grounded Me richtet sich der Blick deshalb bewusst nach außen –

nicht um Schuld zu verteilen, sondern um Beziehung wieder beweglich zu machen.



Der soziale Kontext als inneres Konstrukt


Wie wir andere erleben, ist nie neutral.

Unsere Wahrnehmung ist gefärbt durch:


  • eigene Ängste

  • alte Erfahrungen

  • Rollenbilder

  • unbewusste Erwartungen


Gerade neurodivergente Menschen reagieren sensibel auf soziale Spannungen.

Wenn etwas „nicht stimmt“, wird es früh gespürt – oft jedoch ohne klare Worte.


Das Ergebnis sind diffuse Gefühle:


  • Druck

  • Trotz

  • Rückzug

  • Ärger


Was fehlt, ist Orientierung im sozialen Feld.



Perspektivwechsel ist mehr als Empathie


In dieser Session geht es nicht darum, „sich in andere hineinzuversetzen“ im moralischen Sinne.

Es geht um etwas Konkreteres:


  • Wie sehe ich mich selbst in dieser Beziehung?

  • Wie erlebe ich die andere Person?

  • Wie könnte ich aus ihrer Position handeln?

  • Und was bleibt, wenn ich diese Perspektiven nebeneinander stelle?



Erst wenn diese Ebenen getrennt betrachtet werden,

wird sichtbar, wo Projektionen wirken und wo reale Bedürfnisse liegen.



Fallbeispiel: Wenn der Agent plötzlich menschlich wird


Eine Schauspielerin kam mit einem starken inneren Druck ins Coaching.

Sie fühlte sich von ihrem Agenten getrieben, kontrolliert und nicht respektiert.


Ihr Erleben war klar:

„Er setzt mich unter Druck. Er macht mir Angst. Ich komme kaum noch bei mir an.“


In der gemeinsamen Arbeit durfte sie Schritt für Schritt

die Beziehung aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten.


Was dabei sichtbar wurde, war überraschend – und entlastend:


  • Der Agent hatte selbst große Angst.

  • Er stand unter wirtschaftlichem Druck.

  • Er fühlte sich verantwortlich – und überfordert.


Das entschuldigte nichts.

Aber es veränderte die innere Haltung.



Wenn Projektionen sich lösen


In dem Moment, in dem diese Perspektive integriert wurde,

verlor die Beziehung ihren Kampfcharakter.


Nicht, weil sich der Agent sofort verändert hätte.

Sondern weil die Projektion sich gelöst hatte.


Die Schauspielerin konnte nun unterscheiden:


  • Was gehört wirklich zu mir?

  • Was gehört zu ihm?

  • Wo habe ich Erwartungen nie ausgesprochen?


Damit verschwanden:


  • Vorwürfe

  • schwammige Annahmen

  • unterschwellige Verhärtungen


Und es entstand Raum für Klarheit.



Von Vorwurf zu Bedürfnis


Ein zentraler Effekt dieser Session ist,

dass Sprache sich verändert.


Statt:

  • „Du setzt mich unter Druck.“


entstehen Sätze wie:

  • „Ich brauche mehr Vorlauf und Transparenz.“

  • „Ich möchte in Entscheidungen einbezogen werden.“



Statt:

  • unausgesprochene Erwartungen


werden:

  • klare Bitten


Diese Art von Kommunikation ist nicht nett.

Sie ist wirksam.


Und sie ist nur möglich,

wenn die innere Perspektive geklärt ist.



Beziehung wird wieder verhandelbar


Nach dieser Session wusste die Schauspielerin:


  • wie sie das Gespräch führen wollte

  • was sie konkret ansprechen würde

  • was sie nicht mehr übernehmen musste


Die Beziehung wurde nicht perfekt.

Aber sie wurde beweglich.


Und das ist oft der entscheidende Unterschied.


Denn viele Konflikte eskalieren nicht,

weil Menschen zu unterschiedlich sind –

sondern weil ihre inneren Landkarten starr geworden sind.



Warum diese Arbeit so entlastend ist


Diese fünfte Session wirkt deshalb so stark, weil sie:


  • Verantwortung zurückgibt, ohne Schuld zu verteilen

  • Projektionen sichtbar macht, ohne sie zu pathologisieren

  • Beziehungen klärt, ohne zu brechen

  • Kommunikation vereinfacht, ohne sie zu verflachen


Viele Klientinnen berichten danach:

„Ich habe endlich Worte für das, was ich fühle – ohne anzugreifen.“


Das verändert nicht nur einzelne Gespräche,

sondern ganze Beziehungsdynamiken.



Die anderen müssen sich nicht ändern – damit es leichter wird


In Grounded Me geht es nicht darum,

andere Menschen zu kontrollieren oder zu „erziehen“.


Es geht darum:


  • die eigene Position zu klären

  • Projektionen zurückzunehmen

  • Bedürfnisse auszusprechen

  • und Beziehungen erwachsen zu führen



Wenn das gelingt,

verändert sich das Feld fast immer mit.



Deine Einladung


Wenn du merkst,

dass dich bestimmte Menschen immer wieder emotional aus der Bahn werfen,

oder dass Gespräche verhärten, ohne dass klar ist warum,

dann lohnt sich dieser Blick.


 Buche dir ein Gespräch über meinen Calendly-Link.

Wir schauen gemeinsam:


  • welche Perspektiven bei dir aktiv sind

  • wo Projektionen wirken

  • und wie du Beziehungen wieder klar und handhabbar machst



Du musst niemanden verändern,

um dich selbst ernst zu nehmen.

 
 
 

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