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Erfolg als Spielfeld statt Rettungsring – warum Weiterentwicklung manchmal krank macht

Erfolg fühlt sich nicht immer gut an.

Viele leistungsstarke Menschen berichten mir im Coaching etwas Paradoxes:

Sie sind erfolgreich, reflektiert, engagiert – und innerlich ständig aufgeregt.


Nicht vor Freude.

Sondern wie unter Strom.


Die Frage ist nicht:

„Warum will ich mich entwickeln?“

Sondern:

„Wofür brauche ich Erfolg gerade?“



Wenn Erfolg zum Rettungsring wird


Ein Rettungsring hat eine klare Funktion:

Er hält uns über Wasser, wenn wir uns bedroht fühlen.


Übertragen auf Erfolg bedeutet das:

  • Ich entwickle mich, um sicher zu sein

  • Ich wachse, um nicht rauszufallen

  • Ich leiste, damit ich bleiben darf


Das Nervensystem lernt:

Bewegung = Sicherheit
Stillstand = Gefahr

Erfolg fühlt sich dann nicht mehr frei an, sondern zwingend.



Woran du erkennst, dass Erfolg kein Spielfeld mehr ist


Typische Anzeichen:

  • innere Dringlichkeit statt Neugier

  • Aufregung statt Freude

  • Schuldgefühle beim Pausieren

  • Angst, irrelevant zu werden

  • ständiges „Ich müsste noch …“



Das ist keine Charakterschwäche.

Das ist ein überaktiviertes Nervensystem.



Erfolg als Spielfeld – was das wirklich bedeutet


Ein Spielfeld braucht Sicherheit.


Kinder spielen nicht, um zu überleben.

Sie spielen, weil sie sich sicher fühlen.


Übertragen auf Erwachsene:


  • Ich darf ausprobieren

  • Ich darf scheitern

  • Ich darf aufhören

  • Ich darf erfolgreich sein, ohne mich zu retten


 Erfolg wird vom Sicherungsinstrument zum Entfaltungsraum.


Der entscheidende innere Umschaltpunkt


Die zentrale Frage lautet:

„Darf ich existieren, auch wenn ich gerade nichts erreiche?“

Wenn dein Nervensystem hier Ja hört, entsteht Spiel.

Wenn es Nein hört, entsteht Druck.


Deshalb ist Erfolg kein Mindset-Thema, sondern ein Regulationsthema.



Mini-Übung: Rettungsring oder Spielfeld?


Bevor du etwas „Produktives“ tust, halte kurz inne und frage dich:

  1. Werde ich enger oder weiter?

  2. Könnte ich jetzt aufhören, ohne mich zu verlieren?

  3. Würde ich das auch tun, wenn es niemand sieht?


Ehrliche Antworten zeigen dir sofort, wo du gerade spielst – oder dich rettest.



Der zentrale Methodensatz


„Erfolg ist mein Spielfeld – nicht mein Rettungsring.“

Oder professionell formuliert:

Ich nutze Erfolg zur Entfaltung, nicht zur Selbstsicherung.“

Fazit

Du musst deinen Ehrgeiz nicht loswerden.

Du musst ihn entkoppeln von deinem Existenzrecht.


Dann entsteht:

  • nachhaltige Motivation

  • echte Kreativität

  • Erfolg, der dich nicht kostet


Und genau das ist die Basis für gesunde Weiterentwicklung –

für Erwachsene, Eltern, High Performer und neurodivergente Menschen.

 
 
 

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