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Entscheidungen fühlen statt zerdenken

Warum echte Klarheit im Körper entsteht



Warum viele Entscheidungen sich nie richtig anfühlen



Viele neurodivergente Mütter und Coaches können Entscheidungen hervorragend analysieren.

Sie denken Szenarien durch, erstellen Pro-und-Contra-Listen, holen Meinungen ein, schlafen darüber – und bleiben trotzdem innerlich unsicher.


Der Satz, den ich oft höre, lautet:

„Ich weiß eigentlich, was sinnvoll wäre – aber es fühlt sich nicht stimmig an.“


Das Problem ist nicht mangelnde Intelligenz.

Es ist auch nicht fehlender Mut.


Das Problem ist, dass Entscheidungen häufig im Kopf getroffen werden, während das Nervensystem noch ganz woanders steht.


In der dritten Session von Grounded Me geht es deshalb nicht darum, bessere Argumente zu finden –

sondern darum, Entscheidungskonsequenzen zu fühlen, bevor sie gelebt werden müssen.




Klarheit entsteht nicht durch Denken – sondern durch Erleben



Viele Menschen glauben, sie müssten erst hundertprozentige Sicherheit haben, um sich entscheiden zu dürfen.

Neurodivergente Systeme warten dann oft sehr lange – oder pendeln zwischen Optionen.


Was dabei übersehen wird:

Sicherheit entsteht selten vor der Entscheidung.

Sie entsteht durch den Kontakt mit dem inneren Erleben der möglichen Wege.


In dieser Session wird nicht gefragt:

Was ist richtig?

Sondern: Wie fühlt sich jede Option an, wenn sie bereits Realität ist?


Das verändert alles.




Wenn „entweder–oder“ zu eng ist



Viele innere Konflikte entstehen, weil Entscheidungen zu früh verengt werden:


  • Option A

  • Option B



Doch das Leben ist selten so binär.

Zwischen diesen Polen existieren oft weitere Ebenen:


  • Sowohl-als-auch

  • Weder-noch

  • Gar-nichts-von-alledem



Erst wenn diese Räume geöffnet werden, beginnt das Nervensystem zu reagieren –

nicht mit Panik, sondern mit Information.




Fallbeispiel: Wenn der Körper lauter spricht als der Plan



Eine Coach-Kollegin mit neurodivergentem Profil kam mit einer klaren inneren Spannung ins Coaching.


Sie war begeistert von Breathwork.

Sie wollte ihr Coaching weiterentwickeln, vertiefen, freier arbeiten.


Gleichzeitig lag ein Angebot auf dem Tisch:

die Rückbindung an eine HR-Abteilung – sicher, anerkannt, strukturiert.


Gedanklich war sie hin- und hergerissen.

Argumente gab es für beide Seiten.


Doch innerlich war etwas auffällig:

Ihr Nervensystem reagierte sehr eindeutig, lange bevor der Verstand es zugeben wollte.




Entscheidung auf der Körperebene zulassen



In der gemeinsamen Arbeit ging es nicht darum, sie zu überzeugen.

Auch nicht darum, eine schnelle Entscheidung zu erzwingen.


Stattdessen durfte sie:


  • jede Option innerlich als bereits eingetreten erleben

  • wahrnehmen, wie sich ihr Körper dabei verhält

  • spüren, wo Weite entsteht – und wo Enge



Erst dabei wurde klar:

Nicht jede „vernünftige“ Option fühlt sich tragfähig an.

Und nicht jede stimmige Option fühlt sich sofort sicher an.


Besonders interessant war die Metaebene:

Selbst dort, wo sie gedanklich loslassen wollte, zeigte sich im Körper, dass sie innerlich noch gebunden war.


Nicht als Fehler.

Sondern als Zeitinformation.




Wenn „noch nicht bereit“ eine gültige Antwort ist



Ein zentraler Moment dieser Session war die Erkenntnis:

Nicht-Entscheidung kann eine reife Entscheidung sein.


Nicht aus Vermeidung.

Sondern aus Wahrnehmung.


Sie konnte spüren:


  • wo ihr System noch Halt suchte

  • wo etwas erst sacken musste

  • wo ein innerer Abschied noch nicht vollzogen war



Diese Erfahrung war nicht erleichternd im klassischen Sinne.

Sie war ehrlich.


Und genau darin lag die Klarheit.




Warum diese Arbeit so entlastend ist



Viele Menschen quälen sich mit Entscheidungen, weil sie glauben, sie müssten „es jetzt wissen“.

Doch neurodivergente Nervensysteme brauchen oft etwas anderes:


  • Raum

  • Zeit

  • Verkörperte Erfahrung



Erst wenn mögliche Wege gefühlt wurden, verliert die Entscheidung ihren bedrohlichen Charakter.


In diesem Fall wurde deutlich:

Egal, wie sie sich entscheiden würde – es wäre nicht so schlimm, wie es sich im Denken angefühlt hatte.


Diese Erkenntnis allein reguliert das Nervensystem enorm.




Entscheidung ist ein Prozess – kein Punkt



In Grounded Me verstehe ich Entscheidungen nicht als einmaligen Akt,

sondern als Beziehungsprozess mit sich selbst.


Eine gute Entscheidung bedeutet nicht:


  • dass sie angstfrei ist

  • dass sie endgültig ist

  • dass sie sofort umgesetzt wird



Sondern:

dass sie im Körper gehalten werden kann.


Manchmal heißt das:


  • noch warten

  • noch integrieren

  • noch fühlen



Auch das ist Führung.




Warum diese Session so viel Klarheit bringt



Diese dritte Session bringt oft mehr Klarheit als stundenlanges Nachdenken, weil:


  • Alternativen erstmals ausgesprochen werden dürfen

  • „Wenn nicht – was dann?“ ernst genommen wird

  • das Nervensystem als Entscheidungsinstanz anerkannt wird



Viele Klientinnen sagen danach nicht:

„Ich weiß jetzt genau, was ich tun werde.“


Sondern:

„Ich weiß, dass ich mir vertrauen kann – egal, wie es weitergeht.“


Und das ist die tiefere Form von Klarheit.




Deine Einladung



Wenn du merkst, dass du Entscheidungen triffst,

aber innerlich nicht mitkommst –

oder wenn du immer wieder zwischen Optionen pendelst,

dann lohnt sich dieser Blick.


 Buche dir ein Gespräch über meinen Calendly-Link.

Wir schauen gemeinsam:


  • welche Optionen dein Nervensystem wirklich wahrnimmt

  • wo Bindung noch wirkt

  • und was gerade Zeit braucht, statt Druck



Du musst keine Entscheidung erzwingen, um erwachsen zu sein.

Du darfst sie verkörpern.

 
 
 

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