13 Mini‑Übungen für dein Nervensystem
- heidedudda
- 28. Feb.
- 3 Min. Lesezeit
Bist du beruflich unzufrieden, fühlst dich überfordert oder ständig angespannt? Besonders für neurodivergente Frauen, Mamas oder Highperformer*innen kann der Alltag schnell überwältigend wirken. Kleine Pausen im Tagesablauf sind oft entscheidend, um Körper, Geist und Nervensystem zu regulieren – und genau darum geht es in diesem Blogartikel.
Ich stelle dir 13 einfache, nervensystemfreundliche Mini-Übungen vor, die du direkt in deinen Alltag einbauen kannst. Sie brauchen nur wenige Minuten, benötigen keine Hilfsmittel und lassen sich jederzeit zwischendurch durchführen – egal ob im Homeoffice, zwischen Meetings oder nach einem stressigen Familienmorgen.
Warum Mini-Pausen so wichtig sind
Für neurodivergente Menschen sind Stressreaktionen oft intensiver und langanhaltender. Das bedeutet: Unser Nervensystem braucht regelmäßige Mini-Resets, um Spannungen aus Muskeln, Kiefer, Schultern und Atem zu lösen.
Mit diesen kurzen Übungen reduzierst du:
Körperliche Spannung (Nacken, Schultern, Rücken, Kiefer)
Mentale Anspannung (Gedankenkarussell, Überforderung)
Emotionale Erschöpfung (Frustration, Nervosität)
Gleichzeitig stärkst du deine Selbstfürsorge und dein Gefühl von Kontrolle im Alltag – ohne extra Zeit oder teure Tools.
13 Mini-Übungen für deinen Alltag
1. Neurogenes Zittern
Einer der beiden wichtigsten Muskelgruppen, die Anspannung und Stressemotionen speichern sind die Oberschenkelmuskeln (der wichtigste Muskel, um "Flucht" als Reaktion zu ermöglichen). Zittern hilft, Stress aus dem Körper zu schütteln. Du kannst bis zu 15 Minuten in dieser Position zittern. Falls du die Frage hast, ob es sich je ausgezittert hat? Meine Einschätzung ist nein. Ich mache diese Übung phasenweise seit nun über 4 Jahren und ich kann immer zittern. Gute und genaue Anleitungen findest du auf Youtube.
2. Schulteröffnung
Hände über den Kopf zusammenführen, Schulterblätter zusammenziehen, dann einmal von oben und einmal von unten. 3–5 tiefe Atemzüge lösen Spannungen im Schulter- und Nackenbereich.
3. Türrahmen-Dehnung
Arme im Türrahmen aufstützen, Brust öffnen, tief ein- und ausatmen. Optional leicht schaukeln, um die Spannung vollständig zu lösen. Perfekt nach langen Stunden am Schreibtisch.
4. 4-6 Atemübung
Diese Atemtechnik hilft, Nervensystem & Gedanken zu beruhigen:
4 Sekunden einatmen
6 Sekunden ausatmen
3–5 Wiederholungen genügen für sofortige Entspannung.
5. Handflächen auf die Augen
Handflächen sanft auf die Augen legen, 10 Sekunden ruhen. Blick nach innen richten. Diese Übung entlastet visuell überreizte Sinne und beruhigt das Nervensystem.
6. Schüttel-Übung
Wie beim Zittern, aber gezielter: Hände, Arme, Beine und Kopf locker schütteln, 30 Sekunden. Spannungen werden „herausgeschüttelt“, Energie fließt wieder frei.
7. Mini-Bewegung am Schreibtisch
Kurze Bewegungssequenz:
3 Schulterkreisen
3 Hüftkreisen
3 tiefe Atemzüge
Ideal zwischen Meetings oder beim Aufgabenwechsel.
8. Kiefer lockern
Mund leicht öffnen, Unterkiefer locker schütteln, wieder schließen – 5 Wiederholungen. Kieferspannung löst sich, Gesicht und Nacken werden entspannter.
9. Kiefer- & Gesichtsmassage
Mit den Fingerkuppen Kieferknochen entlang massieren, danach Schläfen kreisen. Dauer: 30–60 Sekunden. Perfekt, wenn du viel sprichst oder angestrengt bist.
10. Wand-Drehübung
Rücken an die Wand stellen, leicht in eine Drehbewegung fallen lassen, 3–5 Wiederholungen. Diese Übung aktiviert die Rückenmuskulatur und löst Verspannungen entlang der Wirbelsäule.
11. Kniebeugen
5 tiefe Kniebeugen stärken Beine, Rücken und Haltung. Sie halten fit, aktivieren die Durchblutung und können in wenigen Minuten durchgeführt werden – perfekt für Mamas oder Highperformerinnen.
12. Gesundheits-Kakao
Ein kurzer Soul-Food-Moment: 2 TL Backkakao, 1 TL Erethryt und nach persönlichem Geschmack 1 TL Collagen und/oder Reisprotein dazu.
13. Tönen / Summen
Lautes „Ahhh“ oder Summen aus der Bauch- und Bruststimme. 3–5 Töne, ausatmen, locker lassen. Kiefer, Hals und Schultern entspannen automatisch – ideal bei innerer Anspannung. Lass gerne dabei die Lippen locker, sodass sie sich bewegen.
Tipps für die Umsetzung im Alltag
Mini-Übung = 1–3 Minuten: Mehr ist nicht nötig, es zählt die Regelmäßigkeit.
Feste Zeiten einplanen: z. B. nach dem Frühstück, zwischen Meetings, vor dem Abendessen.
Mit Soul-Food kombinieren: Ein Smoothie oder Kakao nach der Mini-Pause verstärkt die Entspannung.
Bewusstsein & Atmung: Jede Übung wirkt stärker, wenn du bewusst atmest und die Anspannung spürst, bevor sie losgelassen wird.
Warum diese Übungen besonders wichtig sind
Viele neurodivergente Frauen erleben im Job:
Ständige Überforderung
Gefühl, nie genug zu leisten
Körperliche und mentale Erschöpfung
Mini-Pausen helfen, diese Belastungen zu regulieren, ohne dass du alles ändern musst. Sie stärken dein Selbstwertgefühl und deine Resilienz, sodass du gelassener und klarer durchs Leben gehst.
Fazit
Du musst nicht stundenlang meditieren oder teure Tools anschaffen, um dein Nervensystem zu beruhigen. 13 Mini-Übungen für Körper, Kiefer, Atmung und Energie reichen aus, um den Alltag für neurodivergente Frauen, Mamas und Highperformerinnen stressfreier zu gestalten.
Fange heute an: wähle 1–2 Übungen, die du regelmäßig machst. Spüre, wie dein Körper aufatmet, dein Kopf klarer wird und dein Nervensystem sich beruhigt. Regelmäßigkeit ist wichtiger als Perfektion – schon kleine Pausen wirken nachhaltig.



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